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aktualisiert am 28.08.2011
Meisterschaften 2011
Deutsche Meisterschaften Fita 2011 vom 26.-28.08.2011
Feucht
  Für die diesjährigen deutschen Meisterschaften in Feucht hatten sich vom BVB die Juniorenschützen Stefan Fassbinder und Markus Timmermanns  qualifiziert.

Unser Betreuer und Trainer Thomas Mansson reiste mit Sabina Struwe schon am Donnerstag an, um seine Vereinskameradin Petra Nüssgens Patz von der RSG Düren am Freitag betreuen zu können.

Nach 4,5 Stunden Fahrt erreichten Sie schließlich das Hotel Moorblick.
(http://www.gaestehaus-moorblick.de/), welches durch ruhige Lage, schöne saubere Zimmer und ein hervorragendes Personal überzeugen konnte.

Gerne wurde die Einladung der Besitzerin zum einem Begrüßungsschnaps angenommen. Am Freitag herrschten mit 37°C und hoher Luftfeuchtigkeit nahezu tropische Bedingungen. Unter diesen widrigen Bedingungen lieferten sich Petra Nüssgens Patz und Helga Jäger aus Giessen einen spannenden Wettkampf. Während des Wettkampfes wechselte die Führung mehrmals und vor der letzten Passe führte die Giessenerin mit 3 Ringen. In der letzten Passe zeigte sich Petra Nüssgens Patz nervenstark und konnte das Match schließlich noch mit einem Ring für sich entscheiden. Der BVB gratuliert ihr zu dieser erneuten hervorragenden Leistung.

Mittlerweile waren auch die Teilnehmer des BVB eingetroffen, und so konnte der  Freitag mit einem guten Essen in einem italienischen Restaurant fröhlich ausklingen. Durch das gute Frühstück gestärkt, fand man sich am Samstagmorgen frohen Mutes auf dem schönen Turniergelände ein, welches in einem Waldstück außerhalb von Feucht windgeschützt gelegen ist.

Gegenüber dem Vortag hatten sich die Witterungsbedingungen gravierend verändert. Bei leichtem Regen zeigte das Thermometer nun nur noch eine Temperatur von 13°C an.

Nach der obligatorischen Bogenkontrolle beginnt das Einschießen pünktlich um 8.00 Uhr. Markus und Stefan starten nebeneinander und zeigen ihre gewohnte Leistung. Nach einer kleinen Pause, in der alle Teilnehmer begrüßt wurden, startet die Qualifikationsrunde um 9.00 Uhr.

32 der gestarteten 35 Junioren hatten die Möglichkeit sich für die Finalrunde zu qualifizieren.

Nach eigentlich guten Probepfeilen findet Stefan leider nicht zu seiner gewohnten Leistung. Nach 36 Pfeilen liegt er mit 278 Ringen aber noch auf einem Finalplatz, welches für den zweiten Durchgang noch hoffen lies. Doch auch hier kann Stefan sein Potential leider nicht abrufen, sodass ihn ein unglücklicher Fehlschuss in der letzten Passe auf den 33. Platz zurückwirft und die Finalteilnahme damit verwehrt wird. Die Enttäuschung ist natürlich groß, aber jeder, der schon einmal in einem Wettkampf gestanden hat, weiß, dass das eigene Nervenkostüm ein übermächtiger Gegner sein kann. Wichtig ist aber, dass man sich in einer solchen Situation nicht aufgibt und immer wieder versucht, in den Wettkampf zu finden. Dies ist Stefan gut gelungen und so kann man  zuversichtlich sein, dass dieses Ergebnis ein Ausrutscher ist, welcher jeden Schützen irgendwann ereilen kann.

Markus Timmermanns findet gut in den Wettkampf und landet nach dem ersten Durchgang bei abwechselnd schwachen und guten Passen mit dem 17. Platz und 296 Ringen im Mittelfeld. Auch im zweiten Durchgang kann Markus seine Leistung halten und beendet die Qualifikationsrunde mit 593 Ringen auf dem 16. Platz. 

Nach einer Pause startet dann die Finalrunde. In seinem ersten Match trifft Markus auf Tim Grossmann vom Sherwood BSC Herne und kann diesen überzeugend mit 6 zu 0 Punkten schlagen.

Normalerweise wäre anzunehmen gewesen, dass im folgenden Finale das Ende für Markus gekommen wäre, musste er doch nun gegen den ersten der Qualifikationsrunde Florian Kahllund vom SSC Forsbeck antreten. Doch es kommt anders. Ermutigt durch den ersten Finalsieg und aufgebaut durch Thomas kann Markus die erste Passe mit 25 zu 24 Ringen für sich entscheiden. Die zweite und dritte Passe verliert Markus knapp. Die vierte Passe geht dann wieder mit 24 zu 23 Ringen an Markus. Offensichtlich überrascht durch die unerwartete Gegenwehr des vermeintlich schwachen Gegners zeigt Florian im letzten Match deutlich Nerven. Markus hat  10 – 9 – 8 vorgelegt und Florian muss nach 10 – 8 eine 10 schießen um das Match für sich zu entscheiden. Immer wieder absetzend verstreicht für Florian die Zeit. Die gelbe Lampe leuchtet schon als er endlich den dritten Pfeil lösen kann. Banges Warten und Hoffen der Anhänger des BVB verfolgen den Flug des Pfeiles, bis dieser sich in den siebener Ring bohrt.

Das schier Unmögliche ist eingetreten. Markus gewinnt dieses Finale und steht damit im Viertelfinale.

Gegen Tim Stallbaum vom Verein Bergmann Borsig Berlin lässt Markus nichts anbrennen und gewinnt mit 6 zu 0 Punkten und 26, 28 und 26 Ringen in den einzelnen Passen.

Unglaublich, der BV Baesweiler hat mit Markus das Semifinale erreicht. Hier muss er wieder gegen einen Schützen von BB Berlin antreten, nämlich Paul Eichholz, der gute 616 Ringe in der Qualifikation geschossen hat.

Kann Markus auch Paul schlagen? Beide schießen gut und nach der 4. Passe steht es 4-4. Die fünfte Passe beginnt. Markus muss absetzen. Wird er die Nerven behalten? Beide schießen eine gute 26. Passe. Es kommt zum Stechen. Da es das einzige Stechen ist, sind alle Augen auf Markus und Paul gerichtet. Druck baut sich auf. Paul setzt ab. Markus steht in vollem Zug und löst. Eine klare 9.
Paul kann gewinnen mit einer 10 oder einer besseren 9. Wer wird es machen? Schafft es Paul den Druck auszuhalten? Der Pfeil ist in der Luft, es dauert eine Ewigkeit bis er die 70 Meter geflogen ist.
Alle halten den Atem an. Eine Acht! Eine Acht hört man ein Raunen im Publikum. BB Berlin ist erneut geschlagen. Die Begeisterung in den Reihen des BVB kennt keine Grenzen.

Markus Timmermanns ist der erste Schütze des BVB, der es bei einer deutschen Meisterschaft ins Goldfinale geschafft hat. Leider wird der gute Lauf nun durch das Finalschießen um den 3. Platz unterbrochen, doch schließlich ist es so weit. Markus Gegner ist Felix Wieser vom FSG Tacherting. Vor großem Publikum starten die Finalisten. Die erste Passe geht mit 26 zu 24 Ringen an Felix. Nun schwinden Markus dann doch die Kräfte. Letztendlich muss er sich mit 0 zu 6 seinem Gegner beugen.

Markus erringt somit eine hervorragende Silbermedaille bei dieser deutschen Meisterschaft und ist damit nach Lukas Steinbusch der zweite Schützling des Trainers Thomas Mansson, der es bei einer
DM auf das Treppchen schafft.

Diese Momente sind das Salz in der Suppe eines funktionierenden Vereinslebens. Die grenzenlose  Freude über das Erreichte entschädigen sowohl den Schützen als auch den Trainer für ihre harte Arbeit.

Großer Dank gilt hier insbesondere dem Trainer Thomas Mansson, der auch ohne eigene Qualifikation den weiten Weg nach Feucht auf sich genommen hat, um dort seinen Schützlingen zur Seite zu stehen. Dank auch an Sabina Struwe, die für diesen Einsatz immer Verständnis zeigt. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Erfolg ein Ansporn für alle Vereinsmitglieder ist.

Bericht von Alfred Steinbusch

 
  Ergebnisliste  
  Link zum DSB  
     
 
Platzierungen der Schützen vom BVB nach der Qualifikationsrunde
 
  Juniorenklasse Platzierung Ringe  
  Markus Timmermanns 16. Platz (nach Qualifikation) 593  
  Stefan Faßbinder 33. Platz 542  
         
 
Platzierungen nach dem Finalschießen
 
  Juniorenklasse Platzierung Ringe  
  Markus Timmermanns 2. Platz Finale  
         
 
Bilder vom Tag und Wettkampf
 
 

 
   
         
       
         
(c)2006 K.-O. Seifert